Sinnvolle Grundausstattung

Weißer Spitz mit Schnüffel/Leckerlieball

Jetzt habe ich schon einige Sachkundenachweise gehalten, und weil ich immer wieder gemerkt habe, dass das Thema Grundaustattung doch eines ist was neue Hundemenschen besonders Beschäftigt will ich euch mit diesem Beitrag einen kleinen Leitfaden schreiben.

Ich werde hier immer wieder auch Produkte verlinken – von regionalen Hundeshops weil es mir wichtig ist kleine Familienunternehmen zu unterstützen – alle Produkte die ich hier verlinke mit denen habe ich selbst positive Erfahrungen gemacht. Ich werde hierfür nicht bezahlt, sondern mache das um euch den Einstieg ins Hundeleben zu erleichtern & damit ihr euch vielleicht den ein oder anderen Fehlkauf erspart.
Dennoch muss ich das als „Anzeige“ markieren, da ich euch hier konkrete Produktempfehlungen auch nenne.

Die Basics

Wenn ich eine ganz einfache Liste für die erste Grundausstattung machen müsste, wären das:

  • Geschirr
  • Leine
  • Leckerlietasche
  • Futter- und Wasserschüssel
  • Schlaf- und Ruheplatz
  • Transportmöglichkeit
  • Maulkorb
  • Beschäftigungsartikel

Das ist für mich die Grund-Grundaustattung – also Dinge, die im Zusammenleben mit einem Hund wirklich sinnvoll sind. Alles darüber hinaus hängt sehr stark von eurem Hund, eurem Alltag und euren gemeinsamen Aktivitäten ab.

Und genau deshalb schauen wir uns die einzelnen Punkte jetzt einmal genauer an:

Das Geschirr

Für mich gehört ein gut sitzendes Geschirr zur Grundausstattung. Gerade am Anfang ist dein Hund meistens noch nicht leinenführig. Bis er gelernt hat, entspannt und möglichst locker an der Leine zu laufen, kann es immer wieder passieren, dass er in die Leine läuft oder Zug auf die Leine kommt.

Am Halsband wirkt dieser Zug direkt auf den Hals, ein Bereich der sehr sensibel ist und nicht gut geschützt ist, hingegen ist bei einem gut sitzenden Geschirr der Druck gut auf eine größere Flaäche den Brustkorb, verteilt der durch das Gerippe gut geschützt ist.

Deshalb ist meine Empfehlung gerade für Hunde, die noch lernen, an lockerer Leine zu laufen: ein gut sitzendes Geschirr.

Dabei ist mir aber wichtig, dass „Geschirr“ nicht automatisch „jedes Geschirr“ bedeutet. Es sollte gut passen, deinen Hund nicht in seiner Bewegung einschränken und darf weder scheuern noch unangenehm drücken, oder die anatomie deines Hundes blockieren. Bei meinen Sachkundenachweisen verteile ich dazu sehr gerne den Flyer von Tierschutzkonform – den findet ihr HIER.

Finger weg von Verkaufsversprechen wie „Anti-Zug“, „Erziehungsgeschirr“, diese Modellefunktionieren über Druck oder Schmerzen , damit der Hund nicht mehr zieht. Das Ziel sollte nicht sein, das Ziehen unangenehm zu machen, das ist es sowieso für deinen Hund – die meisten Hunde wollen ja genau von dem Zug weg und ziehen dadurch noch mehr.

Unser Ziel ist, dass der Hund lernt, was wir uns von ihm wünschen: gemeinsam mit uns an lockerer Leine zu laufen.

Das ist ein Trainingsprozess und lässt sich nicht durch ein spezielles Geschirr ersetzen.

Vor allem für euch auch wichtig zu wissen, Werkzeuge aller art die durch Schmerz oder Schreckreize den Hund dazu bringen ein Verhalten zu unterlassen sind in Österreich und Deutschland verboten.

Richtig gute Basis-Geschirre sind die von Anny X – diese sind gut gepolstert, haben einen unterpolsterten Ring und es gibt sie in allen möglichen Größen und Farben – mittlerweile auch für kurze oder lange Körper, was ich sehr cool finde. Ihr findet die Anny X Geschirre bei der Dogzone im 18. Bezirk in Wien hier bekommt ihr auch eine gute Beratung, oder auch ebenso gut im 22. Bezirk und mit Online Shop bei der lieben Kathi von Shiva Chihuahua HIER.

Es gibt auch noch Geschirre mit Schnallen beim Hals, davon bin ich auch großer Fan, denn nicht wenige Hunde finden dieses über den Kopf ziehen nicht besonders angenehm. Dogfellow hat solche im Sortiment.

Die Leine

Bei den Leinen würde ich am Anfang gar nicht so kompliziert denken, für mich gehören zwei Leinen zur sinnvollen Basisausstattung:

Eine normale Führleine mit 2-3 Meter länge

Für den Alltag, kurze Wege, Training und Situationen, in denen dein Hund näher bei dir bleiben soll.

Eine Schleppleine 10 – 20 Meter länge

Gerade für den Aufbau von Rückruf und Orientierung kann eine Schleppleine unglaublich praktisch sein. Sie gibt deinem Hund mehr Bewegungsfreiheit, ohne dass er dabei komplett frei ist was vor allem, dann wichtig ist wenn der Rückruf noch nicht zu 100% sitz oder auch zur Brut- und Setzzeit die in den meisten Gebieten von 1. April bis zum 15. Juli geht. In dieser Zeit ist überall Leinepflicht vor allem in gebieten wo sich Wildtiere aufhalten.

Wichtig bei der Schleppleine – diese gehört IMMER ans Geschirr, denn bei der Länge wenn euer Hund da anlauf nimmt und an einem Halsband rein rennt, weil er zB. Wild gesehen hat, habt ihr eine enorme Krafteinwirkung auf den Kehlkopf und die Halswirbelsäule. Das endet nicht selten auch in der Tierklinik.

Ob ihr jetzt auch noch eine Schleppleine mit 5 Meter braucht, die ich persönlich am liebsten nutze weil wir direkt am Feld wohnen und ich genau diese zwischenlänge sehr lieb gewonnen habe, oder ob ihr andere Leinen braucht ist dann schon eine sehr individuelle Frage.

Und was ist mit der Flexileine?

Ich weiß Flexileinen sind sehr verpönt, aber eine Flexileine ist nicht grundsätzlich „böse“ oder unbrauchbar. Ich würde sie aber gerade am Anfang nicht empfehlen.

Bevor dein Hund und du eine gute Kommunikation aufgebaut habt, kann eine Flexileine das Handling unnötig kompliziert machen. Oder auch ein großer Stolperstein im Aufbau einer klaren Kommunikation aber auch Leinenführigkeit sein. Wenn ihr später gut miteinander kommuniziert und dein Hund verstanden hat, wie er sich an der Leine bewegen soll, kann eine Flexileine durchaus praktisch sein.

Wenn ihr eine verwendet, habe ich aber einen wichtigen Tipp:

Befestigt sie am besten am Körper oder an einem gut sitzenden, stabilen Gurt.

Denn wenn euch die Flexileine aus der Hand fällt, kann es für den Hund ziemlich gruselig werden. Stell dir vor: Plötzlich bewegt sich hinter deinem Hund ein klappernder Plastik-Kasten, der ihm folgt, obwohl er eigentlich davonlaufen möchte. Für viele Hunde kann das schnell in eine echte Panikreaktion kippen.

Auch der Stoppknopf sollte nicht die eigentliche Kommunikation mit dem Hund ersetzen, eine Leine ist ein Sicherheitsinstrument – sie sollte aber nicht unsere einzige Möglichkeit sein, mit unserem Hund zu kommunizieren.

Das Thema kann man natürlich noch vertiefen in dem man über Materialien spricht, aber hier will ich euch nur den Hinweis geben, wenn ihr einen Hund habt der viel oder plötzlich zieht, kann eine gummierte Leine sinn machen wo ihr einfach einen gute Grip habt (in den ganz argen fällen bis man das trainiert hat manchmal auch Handschuhe um Aufschürfungen zu vermeiden). Wovon ich persönlich auch großer Fan bin sind Biothane Leinen, da diese kein Wasser saugen und auch wenn sie dreckig sind gut mit einem nassen Tuch abzuwischen sind – wichtig diese können aber auch je nach Ausführung bei regen etwas rutschig werden.

Leckerlietasche

Wenn ihr draußen unterwegs seid und auch ins Training – oder wie ich es gerne nenne in euren Alltag startet, dann braucht ihr auch eine Leckerlietasche. Hier sucht ihr euch etwas aus was für euch praktikabel ist und euch gefällt. Man kann hier auch alte Bachtaschen dafür verwenden, oder eben sich eine neue Tasche kaufen. Ich würde euch nur empfehlen drauf zu achten keine all zu komplizierten Verschlüsse bei der Tasche zu haben, erfahrungsgemäß sind Taschen mit Magneten am besten, da man hier schnell Zugang zu den Belohnungen hat.

Ich persönlich habs noch gerne wenn es zwei unterteilungen gibt, damit ich mir „langweilige“ und Jackpot Leckerlies für besondere Signale mitnehmen kann.

Was noch zu beachten ist je nachdem was ihr als Belohnung verwendet aus welchem Material die Tasche ist, verwendet ihr eher Trockene Leckerlies seid ihr da mit normalen Taschen gut drann, verwendet ihr auch mal Käse, Wurscht, gekochtes Fleisch, dann würde ich euch Silikontaschen empfehlen am besten mit Klip für die Hose/Tasche.

Futter- und Wasserschüssel

Hier wird es tatsächlich ziemlich unspektakulär: Ihr braucht eine Schüssel für Futter und eine für Wasser – wichtig ist vor allem, dass die Größe zu eurem Hund passt und die Schüsseln stabil stehen.

Und eine Sache wird dabei erstaunlich oft vergessen:

Schüsseln gehören regelmäßig gereinigt.

Gerade in Wasserschüsseln kann sich relativ schnell ein Biofilm bilden, deshalb: Wasser nicht einfach nur nachfüllen, sondern die Schüssel regelmäßig richtig auswaschen.

Ihr würdet ja auch nicht tagelang aus einem Wasserglas trinken, in dem sich langsam ein schmieriger Film bildet.

Der Schlafplatz

Hier würde ich tatsächlich einen etwas anderen Weg gehen als bei vielen klassischen „Erstausstattungslisten“.

Ich würde nicht unbedingt vor dem Einzug das teuerste und schönste Hundebett kaufen.

Warum? Weil ihr euren Hund noch gar nicht kennt.
Manche Hunde lieben weiche, dick gepolsterte Betten, andere liegen am liebsten auf einer dünnen Decke. Manche suchen sich den kühlen Boden aus, andere möchten sich richtig einkuscheln und wieder andere schlafen am liebsten in einer Höhle, oder am Sofa.

Gerade am Anfang würde ich deshalb eher beobachten: Wo liegt mein Hund eigentlich gerne?

Denn auch beim Schlafplatz gilt für mich: Die Bedürfnisse des Hundes sind wichtiger als das, was im Wohnzimmer besonders hübsch aussieht. Vor allem habe ich das nicht nur einmal erlebt, dass ganz viel Geld für ein wunderschönes sogar orthopädisches Hundebett ausgegeben wurde und dieses dann ganz einsam im Wohnzimmer steht und nciht benützt wird. Spart euch da lieber erstmal das Geld und wenn ihr euren Hund ein bisschen kennengelernt habt, könnt ihr immer noch in einen richtig schönen und hochwertigen Schlafplatz investieren.

Hier auch ein kleiner Tipp: Gerade weil viele zu früh investieren findet ihr oft auf Gebraucht-Plattformen fast unbenutzte hochwertige Betten, also schau auch gerne dort vorbei bevor ihr komplett neu kauft.

Eine Transportmöglichkeit

Eine sichere Transportmöglichkeit gehört für mich ebenfalls zur Grundausstattung, gerade im Auto sollte dein Hund sicher transportiert werden.

Eine Transportbox kann aber noch viel mehr sein als einfach nur eine Möglichkeit, den Hund von A nach B zu bringen. Wenn sie positiv aufgebaut wurde, kann sie beispielsweise auch auf Reisen ein vertrauter Ort sein. Ihr seid in einem Hotel, einer Ferienwohnung oder bei Freunden auf einer Familienfeier und dein Hund hat seinen bekannten Rückzugsort dabei.

Auch hier gilt: Eine Box sollte vorher in Ruhe aufgebaut werden. Wie du einen Ruheort richtig aufbaust habe ich dir HIER schon beschrieben.

Aber bitte nicht am ersten Tag den Hund hineinsetzen, die Tür schließen und hoffen, dass er sich schon daran gewöhnt. Die Box soll etwas Bekanntes und Positives sein – und kein Ort, an dem dein Hund plötzlich eingesperrt wird. Wenn ihr die Box auch als Ruhezone nutzt, gilt außerdem: Die Tür bleibt offen, eine Ruhezone soll ein freiwilliger Rückzugsort sein.

Wichtig das halten von Hunden in geschlossenen Boxen ist in Österreich verboten, das wissen tatsächlich auf viele Trainerinnen nicht und raten immer wieder dazu – wenn ihr sowas lest bitte macht das nicht. Geschlossen wird die Box nur im Auto – alles andere gilt als Haltung und ist verboten.

Der Maulkorb

Und jetzt kommt ein Punkt, den viele Menschen bei der Erstausstattung gerne vergessen:
Jeder Hund sollte einen passenden Maulkorb besitzen und ihn kennen.

Nicht weil wir davon ausgehen, dass unser Hund irgendwann gefährlich wird, sondern weil wir einfach nicht wissen, was das Hundeleben für uns bereithält. Vielleicht braucht ihr ihn einmal im öffentlichen Verkehr, oder für ein Urlaubsziel, an dem ein Maulkorb vorgeschrieben ist.
Vielleicht muss euer Hund irgendwann aus medizinischen Gründen einen Maulkorb tragen.

Und ganz besonders wichtig:
Nach einem Unfall oder bei starken Schmerzen kann selbst der liebste und freundlichste Hund anders reagieren als gewohnt. Wenn ein Hund große Schmerzen hat, sich fürchtet oder sich nicht mehr anders zu helfen weiß, kann auch ein Hund, der sonst niemals beißen würde, nach vorne gehen. Dann kann ein gut sitzender und gut trainierter Maulkorb das Handling beim Tierarzt deutlich sicherer machen.

Genau deshalb sollte das Maulkorbtraining nicht erst dann beginnen, wenn ihr ihn dringend braucht. Ein gut aufgebauter Maulkorb sollte für deinen Hund irgendwann so selbstverständlich werden, wie für uns beispielsweise eine Brille.

An der Stelle will ich euch auch die liebe Kristina empfehlen, wenn euer Hund ausgewachsen ist und die Maulkörbe „von der Stange“ nicht wirklich gut passen wollen ist sie eure Ansprechperson – sie hilft euch da bei der Auswahl und passt euch den Maulkorb ganz individuell an.
Hier gehts zu ihrer Seite.

Auch für den Aufbau hab ich die erfahrung gemacht, dass es für die Hunde nochmal um einiges einfacher ist einen richtig sitzenden Maulkorb zu akzeptieren – hier vergleiche ich es auch sehr gerne mit einem BH 🤪 wenn der einschneidet, dann wer ich ihn auch nicht besonders gerne tragen. Was bei einem passenden Maulkorb zu beachten ist könnt ihr auch in dem Flyer von Tierschutzkonform HIER nachlesen.

Als kleine Ergänzung für meine Welpen-Menschen, wenn euer Hund noch im Wachstum ist, reicht es vollkommen aus wenn ihr das Maulkorbtraining mit einem leeren Joghurtbecher oder ähnlichem startet, fangt so an euren Hund daran zu gewöhnen die Schnautze freiwillig rein zu geben und sobald euer Hund ausgewachsen ist könnt ihr euch einen passenden Maulkorb besorgen.

Disclaimer die meisten größeren Hundebedrafsgeschäfte haben leider nicht wirklich passende maulkörbe achtet drauf, dass euer Hund gut Hecheln und Trinken kann – das ist besonders für die heißen Sommermonate sehr wichtig da Hunde so ihr Körpertemperatur regulieren.

Beschäftigungsartikel

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, bei dem meiner Meinung nach das größte Fehlkaufpotential steckt. 😂
Denn wenn ihr einmal angefangen habt, euch Hundespielzeug und Beschäftigungsartikel anzuschauen, gibt es gefühlt einfach ALLES.

Schnüffelmatten, Leckerlibälle, Schleckmatten, Zerrspielzeug, Bälle, Plüschtiere, Gummispielzeug, Naturkautschuk, Intelligenzspielzeug und wahrscheinlich noch 27 Dinge, von denen ihr vorher gar nicht wusstet, dass euer Hund sie unbedingt braucht.

Spoiler: Braucht er wahrscheinlich nicht.

Zumindest nicht alles davon und auch nicht alles ist umbedingt sinnvoll – deshalb stell ich euch mal paar Produkte vor die ich immer in eine Grundausstattung packen würde:

Kauen, Schlecken, Schnüffeln – sind alles drei Sachen die entspannend auf euren Hund wirken können:

Deshalb machen Beschäftigungsartikel in die Richtung Sinn, wenn sie richtig gewählt sind. Auch hier kann das falsche Produkt den gegenteiligen Effekt haben – nämlich eher aktivierend wirken oder auch Frust verstärken.

Bei Kauartikel ist es wichtig, dass ihr für euren Hund passende wählt und vor allem auch vorsichtig seid was ihr kauft, denn vieles was angeboten wird ist eigentlich zu hart für die Zähne eurer Hunde und kann zu Absplitterungen führen zB. of angebotene Schinkenkochen sind viel zu hart, oder auch Geweihstücke, und sogar manche Kauhölzer. Auch gibt es Hunde die solche Sachen links liegen lassen, meine zum Beispiel 😜.

Deshalb nutzen wir hauptsächlich Kauröllchen aus Haut (bitte da kein Rawhide – also diese gebleichte weiße oder auch eingefärbte Haut nehmen sondern natur belassene wie diese auf dem Foto), oder auch Zahsticks und diverse Kauknoten mit Gemüseanteil, da diese weniger Kalorien haben.

Schleckmatten & Co. sind echt wunderbare Beschäftigungsmöglichkeiten, aber auch unterstützer wieder runter zu fahren – wenn richtig genutzt. Denn gerade bei den aufgeregteren Hunden die eine kürzere Zündschnur haben werden Schleckartikel die zu kleine öffnungen haben und zu schwer gestaltet sind auch schnell zu Frustverstärkern.

Der Toppl

Deshalb bin ich ein großer Fan vom „Toppl“ dieser hat eine große Öffnung wo dein Hund richtig schön raus schlecken kann und es gibt ihn auch in allen möglichen Größen. Diesen befüllt ihr ganz einfach mit Nassfutter oder Joghurt, oder auch Babygläschen, ihr könnt diese im Sommer auch einfrieren (wichtig vor der Gabe kurz antauen lassen) ihr könnt da richtig kreativ werden beim Befüllen.

Ihr findet ihn Online und im Gschäft bei Shiva Chihuahua hier wählt ihr Toppl aus und die größe die ihr haben wollt. Oder auch bei der Dogzone im 18. Bezirk in Wien.

Als alternative zum Toppl bietet sich auch der Yoggiepot von Lickmatt an, der hat auch eine große Öffnung, abraten würd ich euch von allem was eine kleine öffnung hat und wo sich eure Hunde sehr lange plagen müssen um alles raus zu bekommen, das kann wie gesagt statt Entspannung noch mehr Frust bringen.

Schleckmatten

Sind auch wunderbar und auch hier kann man sich beim Befüllen austoben, wir geben sehr gerne auch das normale Nassfutter in der Schleckmatte, gerade nach der Kastration von Justice dauert so das Essen etwas länger und ihr Sättigungsgefühl setzt bissi besser ein. Hier sind meine liebsten Schleckmatten die Lickimat Ufo – weil diese noch den hohen Rand hat so kann beim einfrieren nichts auslaufen, wenn sie nicht ganz gerade steht aber auch beim Essen wird nicht so viel daneben gepatzt. Die findet ihr auch wieder hier zum bestellen.

Schnüffelmatte & Co.

Schnüffeln ist auch eine wunderbare art den Hund zu beschäftigen und fordert unsere Hunde auch sehr, hierfür gibt es unterschiedliche arten von Schnüffelteppichen oder auch Matten, Spielzeuge etc.. Wenn du einen sehr schlauen Hund hast der dir eine Schnüffelmatte einfach aufhebt und ausschüttelt und dann sich alle Leckerlies/Trockenfutterstücke holt, dann wird dir vielleicht meine Anleitung für einen Schnüffelkorb gefallen die findest du HIER. Ein Schüffelkorb ist nämlich etwas tiefer hier kann man auch die Leckerlies/Trockenfutterstücke tiefer verstecken und sie rasseln nicht gleich raus sobald der Hund den Korb aufhebt und wirft 😉.

Sonst finde ich die Schüffelpizza auch sehr cool auch hier hast du viele coole Versteckmöglichkeiten.

Leckerliebälle

Sind wieder etwas, was ich eher mit bedacht wählen würde, bzw. eben nicht zum entspannen vom Hund, denn dadurch, dass sich diese bewegen und rollen wirken sie für die meisten Hunde sehr aktivierend und sind eher etwas für aktive Beschäftigung und nicht zum abschalten und runterkommen. Hier habe ich den Snoop sehr gerne. Justice liebt es den auf den Boden zu werfen und die Leckerlies rausspringen zu lassen und Frieda rollt den ganz zivilisiert und geduldig rum. Den Snoop findet ihr auch in der Dogzone, sonst müsst ihr online danach suchen.

Was ich auch noch sehr gern hab sind die Leckerlie „Eier“ diese sind unten beschwert und stehen nach jedem Kippen wieder auf, rollen also nicht so wild durch die gegend wie ein Ball.

DIY Beschäftigungen

Zu meiner liebsten Kategorie, DIY oder auch Beschäftigungen die gleichzeitig super zum Recycling sind. Bei uns wird keine Klopapierrolle, oder Küchenrolle weggeworfen und sogar manche Eierkartons und kleine Verpackungskartons werden aufgehoben, denn aus diesen kann man super Such und Schnüffelspiele machen ohne viel Aufwand. Einfach Trockenfutter/Leckerlies nehmen und darin verstecken, bei den Rollen mach ichs gerne auch so dass ich mehrere vorbereite und im Haus verstecke – so können die Hunde wirklich gut die Nase zum suchen nutzen und sind danach wirklich gut ausgelastet und müde.

Neben der Nase die hier gefördert und gefordert wird, ist das zerfetzen der katrons und rollen für viele Hunde erst das richtige Highlight, damit erfüllen wir nämlich auch ein Bedürfnis nämlich das reißen und rupfen und das macht einfach vielen Hunden großen Spaß.

Es muss eben nicht immer super fancy sein und Geld kosten 😉.

Was ihr meiner Meinung nach NICHT sofort kaufen müsst

Und jetzt vielleicht noch der wichtigste Teil: Ihr müsst nicht alles am ersten Tag besitzen.

Ich würde gerade neuen Hundemenschen sogar empfehlen, bewusst ein bisschen abzuwarten, denn ihr kauft sonst sehr schnell Dinge, die euer Hund vielleicht überhaupt nicht mag.

Vielleicht liebt ihr die Idee vom riesigen Kuschelbett – und euer Hund schläft trotzdem lieber auf dem Badezimmerboden. Oder ihr kauft zehn verschiedene Spielzeuge – und am Ende ist ein alter Stofffetzen sein absolutes Lieblingsspielzeug. Ihr denkt euch, euer Hund wird begeistert vom Schnüffelteppich sein – und er findet ihn einfach langweilig weil er ihn flipt und direkt alle Kekse hat.

Das wird euch auch so passieren, dass ihr mal weniger passende Sachen besorgt und euer Hund ignoriert sie einfach aber gerade am Anfang ist weniger mehr.

Euer Hund kommt mit seiner eigenen Persönlichkeit, seinen Vorlieben und seinen Bedürfnissen zu euch und genau deshalb finde ich es viel sinnvoller, erstmal eine gute Basis zu schaffen und dann gemeinsam herauszufinden: Was braucht mein Hund wirklich?

Ich hoffe dieser Artikel hat euch etwas geholfen das Thema Grundausstattung einzuordnen.